Alle reden von Netzsperren und wie wichtig sie sind um die armen Bürger vor der allgegenwärtigen Kinderpornografie zu schützen. Es wird oft der Hinweis gebracht, das die meisten Seiten ja unsperrbar im Ausland liegen würden.
Ein Kinderschutzverein hat die vor kurzem veröffentlichte dänische Sperrliste untersucht und testweise 20 Seiten den hostenden Providern als Kinderpornografische Seiten gemeldet.
Ergbnis: von 20 Seiten sind 16 Seiten sofort gelöscht worden.
Das, was unsere Regierung sagt was unmöglich ist, hat ein privater Kinderschutzverein in nicht mal einem Tag Arbeit geschafft.
Nämlich solche Seiten dauerhaft aus dem Netz nehmen zu lassen.
Das Argument das solche Seiten ja wieder auftauchen gilt genauso für eine Sperrliste. Die greift bei einer neuen Adresse ebensowenig.
Der aktuelle Fall zeigt wo unsere Regierung ihre Prioritäten hat: Eine Wohnung eines Blogger wurde von der Polizei durchsucht und er hat eine Anklage wegen “Verbreitung von Kinderpornografie” bekommen weil er auf eine Seite verlinkt hat die wiederum auf die überall veröffentlichte dänische Sperrliste verlinkte.
Also Seite A verlinkt auf eine Seite B und diese Seite B verlinkt wiederum eine Seite C auf der die Liste ist. Und der Betreiber der Seite A bekommt eine Anklage wegen Verbreitung von Kinderpornografie. Aber unsere Regierung sieht sich außerstande die eigentlichen Kinderpornografieseiten aus dem Netz zu nehmen was ein Verein in einem Tag schafft.
Das ist doch mal was. Ich fühl mich gleich sicherer, wenn ich für Aussagen (Links) in einer Kette von Personen (Seiten) verantwortlich gemacht werden kann die eine Person (Seite) macht die ich nicht mal kenne. Nur weil ich eine Person (Seite) dazwischen kenne (verlinke).
Nach dieser Argumentation können wir uns alle gegenseitig verhaften weil jeder über irgendwelche X-Ecken mit irgendwem in Verbindung gebracht werden kann der…..
Schlagworte: internetsperren, Kinderpornografie, Netzfilter
[...] Ach ja die Seiten von den Sperrlisten sind angeblich immer noch alle Online! Aber bei Wikileaks eine Hausdurchsuchung machen dafür ist Zeit. Das diese Kinderpornografischen Seiten z.T. einfachst zu entfernen sind zeigt die Aktion eines Kinderschutzvereins. [...]
[...] ein Kinderschutzverein gezeigt hat gibt es sehr wohl Alternativen zu einer [...]
[...] Blogger, bei dem die Polizei eine Hausdurchsuchung durchgeführt hat, weil er auf ein Blog verlinkt hat welches wiederum auf Wikileaks mit der Kipo-Liste verlinkt hat, [...]
[...] Grundlage eine Zensurinfratruktur für das Internet aufzubauen. Trotz Protestaufrufen und Kritik von so ungefähr jeder Seite wurden die Gespräche heute zum Abschluss [...]