Die europäische “Konferenz zum Schutz vor sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mit Fokus auf neue Medien” hat Heute ein Erklärung abgegeben in der sie u.A. auch Zensur (“Zugangserschwerungen”) für alle fordern.
Es wird wieder mit Zahlen um sich geworfen die irgendwie seltsam erscheinen.
Angeblich gibt es in 95 Nationen keine Gesetze gegen Kinderpornografie (deshalb müssen wir ja sperren) und in nur 160 Staaten ist eine rechtliche Grundlage vorhanden. Moment mal…
Staaten und Nationen ja was nun? Äpfel und Birnen, Auto und Fahrrad. Kann man vergleichen mus man aber nicht.
Netzpolitik hat das mal genauer untersucht.
Kurzes Fazit:
Die Studie auf die sich wahrscheinlich bezogen wird wurde schon Anfang des Jahres von Dirk Landau untersucht:
- In 71 der 95 aufgeführten Länder ist Pornografie per se illegal. Also wäre eine Entfernung kinderpornografischer Inhalte von Servern in diesen Ländern unproblematisch zu gewährleisten.
- Für 9 der Länder kam ich zu keinem Ergebnis ob der Fragestellung
- 15 der 95 erlauben generell Pornografie und sind somit tatsächlich potenzielle “Kinderporno-Schurkenstaaten”
- 3 der letztgenannten haben zwischenzeitlich allerdings entsprechende Kinderschutz-Gesetze, die auch Kinderpornografie berücksichtigen, erlassen
Es scheint überhaupt nicht mehr nötig zu sein Quellen auch nur Ansatzweise zu prüfen wenn die Zahlen gerade “praktisch” sind. Ein Glück das die Blogger sich nicht auf dieses Niveau runterziehen lassen.
Nicht nur Blogger prüfen! Und das wichtigste ist wir dürfen uns nicht auf “Blogger” beschränken.
Druckt das mal wer aus, und hängt das im Bahnhof aus, oder legt das inner Unimensa auf die Tische?
Auf in den Kampf! Noch haben wir nicht verloren!
Die Stellen Papppanzer auf… uns behaupten wir seien vor allem geschützt!
Dabei stören uns die Papppanzer nur am laufen, am Aufo fahren an allem!
Freies Netz für freie Bürger!
[...] Netzfreiheit.de: Sperren für ein harmonisches Europa [...]
[...] Viele Länder verfolgen Kinderpornographie nicht – Falsch [...]