Archiv für Oktober 2009

Libri – Rechnung für alle

Donnerstag, 29. Oktober 2009 by Gismo

Und wieder eine Datenpanne. Hacken kann man das ganze nun wirklich nicht nennen.

Durch eine einfache Änderung eines Links konnte auf Rechnungsdaten von Libri zugegriffen werden. Und zwar nicht nur die eigenen Rechnungen ;)

Sehr brisant wird das ganze eigentlich dadurch daß das Shopsystem vom Tüv Süd getestet und zertifiziert wurde. Da scheint noch etwas Arbeit nötig zu sein um einen Onlineshop-Tüv wirklich anbieten zu können.

Netzpolitik hat testweise in einer halben std. 20.000 Rechnungen gespeichert.

Sogar Statuen sind schon gegen Überwachung

Sonntag, 25. Oktober 2009 by ant

In Berlin sind sogar schon die Statuen gegen die zunehmende (Video-) Überwachung der Gesellschaft. Sie helfen freundlicherweise, indem sie auf die Kameras aufmerksam machen.

Sogar Statuen sind schon gegen die Überwachung

Sogar Statuen sind schon gegen die Überwachung

“Dem deutschen Volke”

Sonntag, 18. Oktober 2009 by ant

Ich eröffne heute meine neue Rubrik “BildHaft”, in der ich ab und an die skurillen / lustigen /  interessanten und schockierenden Szenen zeigen möchte, über die ich so stolpere… Zu jedem beginnenden Sonntag (also um 00:00:01 Uhr) wird auf absehbare Zeit ein neuer Einblick in ‘BildHaft’ erscheinen.

Zum Einstieg fast schon ein ‘Klassiker’: Unser ‘Reichstag’. Über dem Eingang prangt eine Schrift, und der interessierte Betrachter erkennt den Zusammenhang, der sich seit einiger Zeit durch unsere Regierung(en) zieht:  “Dem deutschen Volke” …  die volle Aufmerksamkeit der Überwachung.

Bin ich der Einzige, der das sarkastisch findet?

Dem deutschen Volke...

Dem deutschen Volke...

TomTom-Support kennt das Benutzerpasswort

Freitag, 16. Oktober 2009 by ant

Eine kleine Geschichte aus dem Bereich Kundenservice…

Mein TomTom ist mir Fluch und Segen zugleich. Damit ich nicht planlos durch die Welt irren mus, habe ich mir vor geraumer Zeit ein TomTom-Navigationsgerät zuglegt. Da mit meinem Alter auch die Preise meiner ‘Spielzeuge’ steigen, hatte ich mich für das damalige Flaggschiff, das 920T entschieden. Leider sollte es mir mehr Probleme als Freude bereiten: Für den teureren Preis hat das Gerät einige Extras, die wohl lange entwickelt werden mussten: Der Touchscreen hat eine eigene Meinung und reagiert nur so, wie er will. So springt das Gerät bei einer Adresseingabe öfter mal eine Seite zurück und die Eingabe ist weg! Außerdem sind die Batterien in der Fernbedienung anscheienend mit einer ganz trickreichen Diebstahlsicherung geschützt: ich bekomme die Fernbedienung nämlich auf Gedeih und Verderb nicht mehr auf – dabei möchte ich doch nur die leeren Batterien wechseln…

Wie dem auch sei: zusammen mit einigen weiteren Mängeln schickte ich das Gerät ein, und bekam es prompt (fast) unbearbeitet zurück. Eine neue Firmware wurde aufgespielt, doch sämtliche beschriebenen Mängel waren noch vorhanden.

“Wie ist denn nun Ihr Passwort?”

Ein erneuter Anruf bei der Kundenhotline brachte schließlich interessante Vorgänge zu Tage: Da der Telefonist die Historie meiner ersten Einsendung ansehen wollte, fragte er mich nicht nur nach der Vorgangsnummer, sondern auch nach meiner Mailadresse und meinem Passwort. Plötzlich nicht nur gegenüber der Serviceleistung misstrauisch geworden fragte ich, wofür er es bräuchte.

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AWD verliert 27.000 Kundendatensätze

Freitag, 16. Oktober 2009 by Gismo

Und wieder mal eine Datenbank mehr im öffentlichen Raum.

Der AWD sind anscheinend 27.000 Kundendaten entwendet worden und wurden dem NDR zugespielt.

Diese enthalten Kundennummer, Adresse, Telefonnummer, Berufsbezeichnung, Geburtstag und die Vertragsabschlüsse der einzelnen Kunden. Daraus ist unter anderem ersichtlich, welche Kunden eine Lebensversicherung abgeschlossen haben und wie viel Geld sie angelegt haben. Zusätzlich gibt der Datensatz Auskunft über die Laufzeit der Verträge.

Neue Entscheidung zu Netzsperren

Freitag, 16. Oktober 2009 by Memento

Die Koalitionsarbeitsgruppe “Sicherheit/Justitz” der CDU und FDP hat am gestrigen Donnerstag Abend noch einen Erfolg erzielt.

Dem Zensur-Dreamteam Schäuble und von der Leyen wurde vorerst ein Maulkorb verpasst. Was viele bereits forderten und einige mit geringen Aufwänden bereits durchgeführt haben, wird nun – durch den Einsatz der FDP – als vorangiges Ziel angesehen: Löschen statt Sperren!

Des Weiteren werden Daten aus der Vorratsdatenspeicherung nur noch bei schweren Gefahrensituationen eingesehen und ggf. genutzt. Der Verwertungsindustrie wird mit diesem Schritt ebenfalls das Abmahnen der Bürger deutlich erschwert. Diese dürften desshalb keinen Anspruch mehr auf Auskunft bei den Providern haben.

Ausserdem wird der Schutz von Berufsgeheimnisträgern auf alle Anwälte ausgedehnt. Vorher betraf der besagte Schutz nur die Strafverteidiger. Bei anderen Berufen mit Berufsgeheimissen (Journalisten, Ärzte, etc) muss ein Prüfantrag gestellt werden.

Sämtliche Vorhaben werden von der Bundesregierung erst ein Jahr lang beobachtet und anschließend der Erfolg ausgewertet.

Obwohl ich kein FDP-Wähler bin, muss ich sagen : Danke, FDP! – Hoffen wir, dass sich eure Meinung nicht so schnell ändert und Ihr  standhaft bleibt!

UPDATE:

(von Gismo) Einen etwas ernüchternden Blick auf die ganze Sache gibt es auf Netzpolitik und fefe

Klar es ist besser als das was ursprünglich geplant war aber es ist auch nicht die Abschaffung der Sperren, der Vorratsdatenspeicherung usw. wie es in dem Spiegelartikel rüberkommt.

  • Ärtze und Journalisten haben nachwievor kein Schweigerecht
  • Es werden immer noch alle Verbindungsdaten von jedem für 6 Monate verdachtsunabhängig gespeichert
  • Sperrlisten sind immer noch nicht vom Tisch (in 12 Monaten wird wieder drüber Diskutiert)
  • Ich hab wenig vertrauen in das BKA das die Versuche zur Löschung ernsthaft unternommen werden
  • Imho war die Vorratsdatenspeicherung bisher auch immer nur bei Schweren vergehen abrufbar (also hat sich nix geändert)
  • Die ganzen “Änderungen” werden wahrscheinlich sowieso von Bundesverfassungsgericht im Winter vorgegeben
  • Die eigentlichen Koalitionsverhandlungen kommen erst noch

Alles klar?

Donnerstag, 15. Oktober 2009 by Gismo

Ein Screenshot der T-Com Fußnoten für einen Mobilfunkvertrag auf Hannos Blog.

Fühlt sich noch wer verarscht?

Wie die Contentindustrie wirklich tickt

Donnerstag, 15. Oktober 2009 by Gismo

Wikileaks hat ein neues Dokument im Angebot welches schön zeigt wie die Musikindustrie überhaupt über Ihre Kunden denkt.

Dort führt die “Anti-Filesharing-Gruppe DigiRights Solutions GmbH aus Darmstadt” vor, das man durch das verklagen für einen illegalen Download 150x mehr verdienen kann als wenn man dem Kunden den Song verkauft.

Das ganze wird als Geschäftsmodell anscheinend ernsthaft in Betracht gezogen.

Und da wundern die sich das ihre Umsätze sinken.

Anstatt mal endlich über sinnvolle Vermarktungsmöglichkeiten für MP3, Filmen und Büchern im digitalen Zeitalter nachzudenken, scheint es wichtiger zu sein noch mehr aus den potentiellen Kunden rauszupressen.

Fernmeldegeheimnis: Für einige Provider optional

Mittwoch, 14. Oktober 2009 by Gismo

ZDNET hat eine interessante Entdeckung gemacht.

Anwender die über UMTS mit Vodafone oder T-Mobile online gehen bekommen nicht die Webseiten die sie aufrufen sondern modifizierte Seiten die sogar seitenfremden Code nachladen und Bilder austauschen.

Zum allgemeinen Verständnins: Ein provider hat die Aufgabe eine angeforderte Seite unverändert von Punkt A nach B zu bringen. Diese beiden Provider aber verändern den Inhalt, fälschen Adressen und geben sich als andere Server aus. Alles ganz offiziell ungeniert.

Das Fernmeldegeheimnis zählt da wohl nur nebensächlich.

Wie auch sonnst bei den letzten Geschichten. Diese Aktion ansich mag harmlos klingen: “Die machen das ja alles nur um Transfervolumen zu sparen und die UMTS Leitung optimal auszunutzen”

Aber man darf nicht vergessen das genau diese Provider auch die eMails von Millionen von Kunden zustellen. Wer weis vielleicht werden die ja auch verändert um Traffic zu sparen. Oder wenn jetzt noch nicht in Zukunft vielleicht. Oder etwas Werbung dazupacken. Schließlich muss man ja auch was verdienen.

Das Mißbrauchspotential und vor allem der Vertrauensverlust den so ein Verhalten verursacht ist enorm.

Interessant währe es ob dies ein Sonderkündigungsrecht bei den beiden Providern ermöglicht und ob andere Provider ähnlich vorgehen.

Internet Eyes

Mittwoch, 7. Oktober 2009 by Gismo

Wie pervers ist das denn: Als Onlinespiel verpackt mit “monatlichen gewinnen” soll demnächst in England der Pilotversuch “Internet Eyes” starten.

Dort können sich “Spieler” registrieren und bekommen dann live, reale  Überwachungskameraaufnahmen aus allen teilnehmenden Läden abwechselnd gestreamt. Wenn sie was auffälliges (ein Verbrechen) entdecken, drücken die “Spieler” einen Knopf, markieren die besagte Straftat.

Der für die jeweilige Kamera verantwortliche (Ladendetektiv, Security usw.) bekommt dann den Hinweis überprüft das und wenn es stimmt bekommt der Spieler Punkte. Selbst gefundenes “verdächtiges” Verhalten, was aber keine Straftat ist, wird mit einem Punkt belohnt. Wer am Ende des Monats die meisten Punkte hat Geldpreise.

Wird das Ding ein Erfolg soll es International vertrieben werden.

Hey warum macht die Polizei das nicht auch noch? Jeder registrierte “Spieler” kann sich Online die Ermittlungsakten aller Polizeidienststellen ansehen, wenn er was findet was die Polizei übersehen hat gibts Punkte und der Gewinner darf einmal mit Blaulicht durch die Stadt fahren….