Wie Arrogant sind die Verlage eigentlich?
Google hat ein Projekt bei dem Bücher eingescannt und Online verfügbar gemacht werden. In den USA sollte per Vertrag geregelt werden wie das mit dem Copyright in einklang gebracht wird.
Die deutschen Verlage haben sich da außen vor gefühlt (verständlich) und haben verlangt das deutsche Bücher nicht in dem Vertrag aufgenommen werden. Gesagt getan, der Vertrag gilt nur für Bücher aus USA, Kanada, Großbritannien und Australien.
Doch jetzt verlangen die deutschen Verlage auf einmal das Google auf sie zukommt.
Die direkte Frage die sich mir stellt ist: Warum sollte Google das denn tun?
Welchen Grund haben Sie in irgendeiner Weise auf die Verlage zuzugehen? Google erbringt hier eine Dienstleistung die normalerweise sehr viel Geld kostet. Nämlich das einscannen und bereitstellen tausender Bücher. Es ist eher so das die Verlage die Online auffindbar sein wollen in dem Projekt auf Google zugehen müssten und nicht umgekehrt.
Ein weiterer Punkt ist, das die vereinbarten Konditionen aus den US-Verträgen garantiert nicht erreicht werden können. Aber das müsste den Verlagen eigentlich von vornherein klar gewesen sein. Oder haben sie erwartet das sie bessere Verträge bekommen?
Nicht das ich hier jetzt falsch verstanden werde: Google ist eine Datenkrake und jeder sollte sich eine eigene Meinung darüber bilden was er von diesem Verein hält.
Aber diese Mentalität der Industrie, die sich, gefühlt, im letzten Jahr gebildet hat, geht mal gar nicht: “Wir wollen nicht das andere mit Ihrer Dienstleistung durch eingeblendete Werbung Geld verdienen aber wenn das, was die anderen machen uns Geld/Besucher/Kunden einbringt sollen sie das gefälligst trotzdem machen und uns dafür noch bezahlen das sie das tun.”
Selber machen wenns einem nicht passt. Aber das würde ja Geld und vor allem gute Ideen kosten und sowas hat unsere Wirtschaft ja bekanntlich beides nicht.