Archiv für die Kategorie „Vorsicht, Datenlecks!“

TomTom-Support kennt das Benutzerpasswort

Freitag, 16. Oktober 2009 by ant

Eine kleine Geschichte aus dem Bereich Kundenservice…

Mein TomTom ist mir Fluch und Segen zugleich. Damit ich nicht planlos durch die Welt irren mus, habe ich mir vor geraumer Zeit ein TomTom-Navigationsgerät zuglegt. Da mit meinem Alter auch die Preise meiner ‘Spielzeuge’ steigen, hatte ich mich für das damalige Flaggschiff, das 920T entschieden. Leider sollte es mir mehr Probleme als Freude bereiten: Für den teureren Preis hat das Gerät einige Extras, die wohl lange entwickelt werden mussten: Der Touchscreen hat eine eigene Meinung und reagiert nur so, wie er will. So springt das Gerät bei einer Adresseingabe öfter mal eine Seite zurück und die Eingabe ist weg! Außerdem sind die Batterien in der Fernbedienung anscheienend mit einer ganz trickreichen Diebstahlsicherung geschützt: ich bekomme die Fernbedienung nämlich auf Gedeih und Verderb nicht mehr auf – dabei möchte ich doch nur die leeren Batterien wechseln…

Wie dem auch sei: zusammen mit einigen weiteren Mängeln schickte ich das Gerät ein, und bekam es prompt (fast) unbearbeitet zurück. Eine neue Firmware wurde aufgespielt, doch sämtliche beschriebenen Mängel waren noch vorhanden.

“Wie ist denn nun Ihr Passwort?”

Ein erneuter Anruf bei der Kundenhotline brachte schließlich interessante Vorgänge zu Tage: Da der Telefonist die Historie meiner ersten Einsendung ansehen wollte, fragte er mich nicht nur nach der Vorgangsnummer, sondern auch nach meiner Mailadresse und meinem Passwort. Plötzlich nicht nur gegenüber der Serviceleistung misstrauisch geworden fragte ich, wofür er es bräuchte.

(weiterlesen…)

AWD verliert 27.000 Kundendatensätze

Freitag, 16. Oktober 2009 by Gismo

Und wieder mal eine Datenbank mehr im öffentlichen Raum.

Der AWD sind anscheinend 27.000 Kundendaten entwendet worden und wurden dem NDR zugespielt.

Diese enthalten Kundennummer, Adresse, Telefonnummer, Berufsbezeichnung, Geburtstag und die Vertragsabschlüsse der einzelnen Kunden. Daraus ist unter anderem ersichtlich, welche Kunden eine Lebensversicherung abgeschlossen haben und wie viel Geld sie angelegt haben. Zusätzlich gibt der Datensatz Auskunft über die Laufzeit der Verträge.

Unis für Totalüberwachung

Dienstag, 22. September 2009 by Gismo

Zumindest einige.

Da werden über die EU Projekte finanziert die normale Videoüberwachung alt aussehen lassen. Natürlich alles heißer gekocht als gegessen aber trotzdem schon ein starkes Stück das Wissenschaftler sich mal wieder für sowas einspannen lassen.

Das Projekt Indect (15 Mio Euro) soll verdächtiges Verhalten erkennen, mehrere sich bewegende Personen verfolgen können und dabei Überwachungskameras und alle möglichen “multimedialen” Inhalte sollen gesammelt und “intelligent” verarbeitet werden.

Weiterhin soll eine Suchmaschine entwickelt werden die alle öffentlichen Quellen abgrast, z.B. Facebook, Private Homepages etc pp.:

Die Wissenschaftler wollen, so die Beschreibung des Forschungsprojekts, Agenten entwickeln, “kontinuierlich und automatisch öffentlich zugängliche Quellen wie Websites, Diskussionsforen, Usenet-Gruppen, Datenserver, P2P-Netzwerke sowie individuelle Computersysteme zu überwachen und so ein internetbasiertes, aktives und passives Datensystem zu konstruieren”. Dabei soll auch die Bedeutung von Worten analysiert werden, selbst Stimmungen sollen irgendwie erfasst werden.

Am besten koppeln wir das ganze dann noch an ein unfehlbares Drohnensystem der Amis und dann sind wir Ruckzuck das Terrorproblem los.

UPDATE: Die Zeit schreibt mittlerweile auch drüber: Link

Biometrische Ausweise in Minuten geknackt/kopiert/verändert

Montag, 10. August 2009 by Gismo

England will im Rahmen der Terrorismusbekämpfung wieder Personalausweise einführen (ID-Cards).

Natürlich auch direkt die aufgebohrte Variante mit RFID-Chip und  darauf gespeichertem Foto und Fingerabdruck. Die Abdrücke sollen von privaten(!) Firmen erfasst werden. “Adresshandel 2.0″ inkl. Fingerabdruck und Foto…

Ein Interessierter Autor engagierte sich einen Hacker der prüfen sollte wie sicher die neuen Chips wirklich sind. Das, wenig verwunderliche, Ergebnnis: Innerhalb von wenigen Minuten konnte der Chipinhalt auf eine andere Karte kopiert und auf dem Ausweis gespeicherte Daten geändert werden.

Dazu benötigte der Hacker nichts weiter als einen Laptop und ein Handy.

Und solche Ausweise stehen bei uns auch schon in den Startlöchern….

Bankdaten für die USA

Sonntag, 2. August 2009 by Gismo

Mal wieder ohne Diskussion mit den gewählten Volksvertretern der EU wurden Verhandlungen mit den USA eingeleitet um Bankdaten an die US-Ermittlungsbehörden weiterzugeben.

Natürlich wieder nur zur Terrorbekämpfung.

Der Server stand bisher in den USA und wurde von den Geheimdiensten überwacht. Damit dies nicht mehr möglich ist soll der Server in die Schweiz verlegt werden. Das geht natürlich nicht und so will die USA die bisher illegale Praxis über die EU legalisieren lassen und alle spielen mit.

Über den SWIFT Server laufen täglich über 15Mio. Transaktionen von über 8000 Banken.

Das die Daten in den unzähligen Datenbanken der amerikanischen Behörden versinken und garantiert auch nach den angepeilten 5 Jahren dort anzufinden sind dürfte jedem klar sein.

Und weil die USA darf will die EU auch.

Besser währ keiner die Daten vom anderen aber das währ ja nicht mit dem Strom sondern dagegen.

Unsere Daten für die USA

Dienstag, 7. Juli 2009 by Gismo

Neben den Sperrplänen tut unsere regierende Kaste momentan auch einiges andere um die Rechte seiner Bürger aufzuweichen.

Vor ein paar Tagen hat der Bundestag das Gesetz zur “Vertiefung der Zusammenarbeit bei der Verhinderung und Bekämpfung schwerwiegender Kriminalität” beschlossen.

Klingt erst mal wichtig. Ist es auch für die USA. Das Gesetz erlaubt die Weitergabe sensibler personenbezogener Informationen über Deutsche an die US-Behörden wie z.B. Zugriff auf alle deutschen, behördlichen DNA und Fingerabdruck-Datenbanken.

Natürlich nur bei “schwerwiegenden” Straftaten oder terroristisch verdächtigen. Schwerwiegend ist aber nicht näher definiert ist also imho Einschätzung/Definition der jeweiligen Beamten/Gerichte/der USA.

Eine Auflage zum Datenschutz und Speicherungsfristen gibt es nicht. Was bedeutet das die Datensätze wahrscheinlich für immer gespeichert werden. bestes Beispiel ist die NTCT Liste der USA von der es so gut wie unmöglich ist wieder gelöscht zu werden.

Und wenn es “besonders relevant” ist werden auch Daten wie diese übertragen:

(weiterlesen…)

Irland: Wozu Laptops mit 75.000 Bankkundendaten verschlüsseln?

Mittwoch, 24. Juni 2009 by Gismo

In Irland wurden 4 Laptops gestohlen die 75.000 Kundendaten einer Bank enthalten.

Die Daten waren mal wieder nicht verschlüsselt. Eigentlich würden ja alle Daten in dieser Bank verschlüsselt. Bei den laptops habe man das aber wohl vergessen.

Aber es bestünde kein Grund zur Sorge: Der Zugriff auf die Daten sei mit Benutzernamen und Kennwort “geschützt”.

Das ist bestimmt sehr sicher. :D

Selbstregenerierende, mobile Festplatten

Montag, 8. Juni 2009 by Gismo

Anders kann man sich diese Nachricht nicht erklären.

Also: Da wird eine Festplatte mit Patientendaten der Lüdenscheider Klinik in der Iserlohner Innenstadt gefunden. Erst vermuten sie es ist eine Platte die ein Mitarbeiter mit nach Hause genommen hatte und von dort gestohlen wurde.

Dann ist es wahrscheinlich doch eine defekte, ordnungsgemäß entsorgte andere Platte. Die aber wieder heile in der Innenstadt aufgetaucht ist.

Ein paar Fragen:

  • Warum nimmt ein Mitarbeiter eine Festplatte mit nach Hause?
  • Wie kann eine defekte, ordnungsgemäß entsorgte Platte wieder heile irgendwo auftauchen?
  • Warum waren die Daten nicht verschlüsselt?
  • Warum lernt eigentlich niemand aus den letzten 35 Datenskandalen?

Aufklärer für die Bahn-Daten-Affäre löscht wichtige Datenbank

Sonntag, 31. Mai 2009 by Gismo

Muss ich erwähnen das ich mich überhaupt nicht wunder als ich diese Nachricht lese ?

Da löscht der Ex-Staatsanwalt, der abgestellt wurde die Datenaffäre der deutschen Bahn aufzuklären, zufällig eine der wichtigsten Datenbanken (lässt löschen)

Und das anscheinend inkl. aller Backups. Schon ein Ding wenn man bedenkt das Firmen normalerweise in einer GFS Rotation Backups machen. Das bedeutet: Mindestens ein paar Jahresbänder, 11 Monatsbänder, 3 Wochenbänder und 4 Tagesbänder die alle gelöscht werden mussten. Das passiert natürlich ganz plötzlich, unerwartet.

Huch ?!?!? ;)

Der ADAC und die Daten seiner Mitglieder

Dienstag, 28. April 2009 by ant

Mitglied im ADAC zu sein ist toll. Bleibt man auf der Autobahn liegen, kommt ein ‘Gelber Engel’ und hilft. Nett, unkompliziert, und ohne die persönlichen Daten in die Welt zu rufen.

Auf der Datenautobahn jedoch sieht das schon anders aus. Ich konnte meinen Augen fast nicht glauben, als ich den letzten elektronischen ‘Newsletter’ des ADAC erhielt. Ich folgte einem Link auf die ADAC-Seite, um mich über ein Angebot zu informieren. Und als mein Blick in die Adresszeile des Browsers fiel, sah ich meinen gesamten Mitgliedsdatensatz in der Adresszeile.

Der Schreiberling des Newsletters hatte es für nötig befunden, in der (HTML-)Email alle Links mit den persönlichen Daten zu versehen (sog. GET-Methode):
http://www.adac.de/pfad/seite.asp?name=xxx&lastname=xxxxx&usernumber=xxxx&street=xxx&[...]
Mein gesamter Adressdatensatz ist somit unverschlüsselt als Webseitenaufruf durchs Internet gewandert. “Onkel Schäuble” wird sich freuen…

Da ich mich sehr darüber geärgert hatte, habe ich kurzerhand den Datenschutzbeauftragten des ADAC angeschrieben, und ihn auf den Missstand hingewiesen. Einige Tage später bekam ich ein Schreiben, in dem er versprach, dass so etwas nicht mehr passieren würde, und er mich nun aus dem Newsletter ausgetragen hätte. Da ich nun keine News mehr empfange, können auch meine Daten nicht mehr drin stehen, soweit korrekt. Ich frage mich nur, ob das eigentliche Problem auch verstanden wurde…