Dort führt die “Anti-Filesharing-Gruppe DigiRights Solutions GmbH aus Darmstadt” vor, das man durch das verklagen für einen illegalen Download 150x mehr verdienen kann als wenn man dem Kunden den Song verkauft.
Das ganze wird als Geschäftsmodell anscheinend ernsthaft in Betracht gezogen.
Und da wundern die sich das ihre Umsätze sinken.
Anstatt mal endlich über sinnvolle Vermarktungsmöglichkeiten für MP3, Filmen und Büchern im digitalen Zeitalter nachzudenken, scheint es wichtiger zu sein noch mehr aus den potentiellen Kunden rauszupressen.
Anwender die über UMTS mit Vodafone oder T-Mobile online gehen bekommen nicht die Webseiten die sie aufrufen sondern modifizierte Seiten die sogar seitenfremden Code nachladen und Bilder austauschen.
Zum allgemeinen Verständnins: Ein provider hat die Aufgabe eine angeforderte Seite unverändert von Punkt A nach B zu bringen. Diese beiden Provider aber verändern den Inhalt, fälschen Adressen und geben sich als andere Server aus. Alles ganz offiziell ungeniert.
Wie auch sonnst bei den letzten Geschichten. Diese Aktion ansich mag harmlos klingen: “Die machen das ja alles nur um Transfervolumen zu sparen und die UMTS Leitung optimal auszunutzen”
Aber man darf nicht vergessen das genau diese Provider auch die eMails von Millionen von Kunden zustellen. Wer weis vielleicht werden die ja auch verändert um Traffic zu sparen. Oder wenn jetzt noch nicht in Zukunft vielleicht. Oder etwas Werbung dazupacken. Schließlich muss man ja auch was verdienen.
Das Mißbrauchspotential und vor allem der Vertrauensverlust den so ein Verhalten verursacht ist enorm.
Interessant währe es ob dies ein Sonderkündigungsrecht bei den beiden Providern ermöglicht und ob andere Provider ähnlich vorgehen.
Dort können sich “Spieler” registrieren und bekommen dann live, reale Überwachungskameraaufnahmen aus allen teilnehmenden Läden abwechselnd gestreamt. Wenn sie was auffälliges (ein Verbrechen) entdecken, drücken die “Spieler” einen Knopf, markieren die besagte Straftat.
Der für die jeweilige Kamera verantwortliche (Ladendetektiv, Security usw.) bekommt dann den Hinweis überprüft das und wenn es stimmt bekommt der Spieler Punkte. Selbst gefundenes “verdächtiges” Verhalten, was aber keine Straftat ist, wird mit einem Punkt belohnt. Wer am Ende des Monats die meisten Punkte hat Geldpreise.
Wird das Ding ein Erfolg soll es International vertrieben werden.
Hey warum macht die Polizei das nicht auch noch? Jeder registrierte “Spieler” kann sich Online die Ermittlungsakten aller Polizeidienststellen ansehen, wenn er was findet was die Polizei übersehen hat gibts Punkte und der Gewinner darf einmal mit Blaulicht durch die Stadt fahren….
Das BKA zeigt mal wieder geballte Netzkompetenz indem es bis vor kurzem die Richtlinien zur Umsetzung der Internetzensur als Verschlussache deklariert hat.
Jetzt geben Sie dem Druck vieler Verbände, Personen usw. nach und heben den Status als Verschlussache auf. Begründung warum dies überhaupt gemacht wurde war, “Manipulationssicherheit”.
Der Europarat fordert das Provider für die Inhalte die durch Kunden bereitgestellt werden (privat wie geschäftlich) zur Verantwortung gezogen werden sollen.
Also DNS Zensur in einigen Europäischen Ländern reicht anscheinend immer noch nicht, da wird halt mal die Komplettfilterung verlangt oder was soll das?
Um zu kontrollieren was Kunden bereitstellen, müssten Provider nämlich alles Filtern. Einen anderern Weg gibt es nicht.
Auf dieser Liste stehen weitreichende Befugnisse die man gerne für den Verfassungsschutz hätte.
der Verfassungschutz soll auch Onlinedurchsuchungen machen dürfen
der Verfassungschutz soll auf alle Daten der Vorratsdatenspeicherung zugreifen dürfen
der Verfassungsschutz soll den großen Lauschangriff in Privatwohnungen einsetzen dürfen
der Fingerabdruck soll bei jeder erkennungsdienstlichen Maßnahme abgenommen werden
Ermittler sollen Straftaten bei Infiltration von Vereinigungen durchführen dürfen wenn diese “Szenetypisch” sind.
Der letzte Punkt is ein Witz: Wenn also der Verfassungschutz sagen wir mal die Mafia unterwandern will dann dürfen sie auch Leute zusammenschlagen oder in Beton versenken weil das ja “Szenetypisch” ist?
Da werden über die EU Projekte finanziert die normale Videoüberwachung alt aussehen lassen. Natürlich alles heißer gekocht als gegessen aber trotzdem schon ein starkes Stück das Wissenschaftler sich mal wieder für sowas einspannen lassen.
Das Projekt Indect (15 Mio Euro) soll verdächtiges Verhalten erkennen, mehrere sich bewegende Personen verfolgen können und dabei Überwachungskameras und alle möglichen “multimedialen” Inhalte sollen gesammelt und “intelligent” verarbeitet werden.
Weiterhin soll eine Suchmaschine entwickelt werden die alle öffentlichen Quellen abgrast, z.B. Facebook, Private Homepages etc pp.:
Die Wissenschaftler wollen, so die Beschreibung des Forschungsprojekts, Agenten entwickeln, “kontinuierlich und automatisch öffentlich zugängliche Quellen wie Websites, Diskussionsforen, Usenet-Gruppen, Datenserver, P2P-Netzwerke sowie individuelle Computersysteme zu überwachen und so ein internetbasiertes, aktives und passives Datensystem zu konstruieren”. Dabei soll auch die Bedeutung von Worten analysiert werden, selbst Stimmungen sollen irgendwie erfasst werden.
Alle die mit Kindern oder Hilfsbedürftigen arbeiten, müssen sich bei der ISA (Independent Safeguarding Authority) registrieren und einem umfassenden Check unterwerfen. Wer dies nicht tut muss mit Strafen mit bis zu 10.000 Pfund rechnen.
Politik kann doch Spaß machen. Zumindest mit solchen Aktionen.
Aufgrund eines Fotos von einem beschriebenen Plakat formierte sich die Idee über einen Flashmob auf der auf dem Plakat angekündigten Rede unserer Kanzlerin.