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Auf einmal doch?

Mittwoch, 2. September 2009 by Gismo

Soso. Von der Leyen und Co halten DNS Sperren für Effektiv und sagen das viele diese Sperre nicht umgehen können.

Andererseits predigt Zypris im Google-Bücher-Streit aber, das jeder ohne Probleme sich einen amerikanischen Proxy oder VPN einrichten kann um darüber eingescannte Bücher von Google abzurufen.

Was denn nun? Leicht – Schwer – Leicht -Schwer…………

Google.de zensiert schon die Ergebnislisten

Samstag, 20. Juni 2009 by ant

Etwas erstaunt musste ich heute feststellen, dass Google.de dem Suchenden schon heute nur noch zensierte Ergebnislisten präsentiert. Wie vielen anderen IT-lern ist auch mir diese Zensur bislang entgangen – umso erstaunter war ich, als ich heute auf Heise einen Artikel über einen Händler aus Österreich las, der Gefahr läuft, auf der deutschen Google-Seite zensiert, also nicht mehr gelistet zu werden! Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) hat offenkundig eine Liste mit zu filternden Seiten, die von Suchmaschienen für deutsche Benutzer nicht mehr gelistet werden sollen. Angeblich werden schon zehntausende Webseiten so gefiltert.

Deutschland, quo vadis?

Ich werde dazu in Kürze mehr recherchieren und dann hier berichten. Eine solche Zensur ist verdammt gefährlich, und hier wurde die Infrastruktur dafür von der Öffentlichkeit relativ unbemerkt aufgebaut und eingesetzt. Wer weiß, wie viele Seiten ihr so schon nicht gefunden habt? Wer weiß, welche Seiten wirklich auf dem Index stehen?

Wer den Effekt selbst sehen will, kann nach den Suchbegriffen “cyber pirates” auf Google.de suchen und das Ergebnis mit den Treffern von Google.com oder Google.ch vergleichen. Auf den ersten Blick sieht alles normal aus. Nur wenigen Nutzern wird auffallen, dass der erste Treffer der Cyber pirates .org-Domain auf der deutschen Google-Seite nicht auftaucht.  Versucht mal, diese Seite auf Google.de zu finden – ihr werdet es nicht schaffen!

Schöner Link: Auf Chillingeffects.org kann man verschiedene nationale google-Seiten neben den Google-com-Ergenissen sehen, um die Trefferlisten direkt zu vergleichen.

Warum diese Filterung Zensur so schlimm sein soll? Mal abgesehen von dem Wirtschaftlichen Schaden für Händler, die möglicherweise zu unrecht auf der Liste landen, möchte ich noch einmal an den Heise-Artikel zum Thema Informationsmanipulation von Gernot Grohe erinnern. Wem nach dieser Lektüre die Zensur noch egal ist… naja der würde meine normalerweise  folgende Referenz eh nicht verstehen.

Datenkrake Google

Donnerstag, 19. März 2009 by Gismo

Geben Sie’s zu. Wenn Sie was suchen im Internet gehen Sie meistens auf Google. So wie 90% aller Deutschen und fast 75% aller Nutzer (laut Google).

Ist ja auch praktisch. Die Seite ist schlank und keine nervigen Popups etc. pp.

Was viele nicht so wirklich wissen ist, das Google seit Jahren das Surf und Suchverhalten der Nutzer Analysiert und speichert. Und diese Daten dazu verwendet Benutzerbezogene Werbung in den Suchergebnissen anzeigen zu lassen.

Das gibt es schon länger, bezog sich aber nur auf die Suchbegriffe die man  für die aktuelle Suche eingegeben hatte und hieß AdWords.

Das ändert sich nun. Google möchte die Daten auch über längere Zeiträume sammeln und so Profile mit bis zu 500 Unterkategorien anlegen. “Natürlich anonym”.

Neben der IP Adresse (die übrigens seit diesem Jahr 6 Monate rückverfolgbar für alle Behörden ist) gibt es noch bis zu 500 Kategorien in die die Suchanfragen einsortiert werden um dem Benutzer die Perfekte Werbung zukommen zu lassen. Der Benutzer kann sogar selber die Kategorien die ihn Interessieren angeben.

Wow ich fühl mich gleich besser. ;)