Artikel-Schlagworte: „Internetsperrliste“

Technisch versierte PC Nutzer sind schwer Pädokriminelle

Montag, 27. April 2009 by Gismo

Manchmal frage ich mich wann jemand von der Leyen mal ein Stoppschild vor den Kopf hält. Irgendwie ist die mittlerweile komplett durchgeknallt und bezeichnet alles was sie nicht versteht als Pädophil.

“Wir wissen, dass bei den vielen Kunden, die es gibt, rund 80 Prozent die ganz normalen User des Internets sind. Und jeder, der jetzt zuhört, kann eigentlich sich selber fragen, wen kenne ich, der Sperren im Internet aktiv umgehen kann. Die müssen schon deutlich versierter sein. Das sind die 20 Prozent. Die sind zum Teil schwer Pädokriminelle. Die bewegen sich in ganz anderen Foren. Die sind versierte Internetnutzer, natürlich auch geschult im Laufe der Jahre in diesem widerwärtigen Geschäft”

Wenn ich mir das ganze mal aufdrösel sagt sie folgendes:

  • die, die bisher KiPo konsumiert haben können das sowieso noch (das war ihr von anfang an klar, sind ja “technisch versiert”)
  • jeder der die DNS-Einstellungen ändern kann ist “technisch versiert” (für einen PC-Laien dauert das ganze ca 30 sek. mit Hilfe eines Youtube Videos)
  • unter den “technisch versierten” sitzen sowieso die ganzen “schwer Pädokrimillen”

Hat schon fast was von einem Zirkelschluss oder nicht ?

Vielleicht sollte die Blogcommunity mal zusammenlegen und von der Leyen einen “Internetkurs für Dummys” und “Technologien des 20./21. Jahrhunderts” bezahlen damit sie überhaupt weiß wovon sie redet.

“Zensursulas Liste”

Dienstag, 21. April 2009 by Gismo

Erst sollte die Sperrliste Anwender auf ein “Stoppschild” weiterleiten ohne das etwas geloggt wird.

Sozusagen ein virtueller Schuss vor den Bug um den verwirrten, zufällig, ausversehen konsumierenden KiPo Betrachter klarzumachen das es Grundlegen falsch ist was er macht. (wer Ironie findet darf sie behalten)

Kaum unterschreiben 5 Provider (ohne rechtliche Grundlage) das sie die Sperrtechniken freiwillig einführen, wird der kommende Gesetzesentwurf, der das ganze legalisieren soll, noch schnell geändert.

Jetzt soll doch gespeichert werden, sogar auch die IP wenn man will und auf Anfrage an die Behörden ist das dann auch rauszugeben. Auch wird die Liste nicht mehr nur auf KiPo Seiten beschränkt.

War doch klar oder ?

Der Hammer ist aber daß das Kabinet sogar zugibt die ganze Sperrliste nicht zu machen damit sie funktioniert:

“.. die Vorschrift auf eine Handlungspflicht ausgerichtet ist, nicht auf einen Erfolg ..”

Es sei schließlich nach dem gegenwärtigen Stand der Technik nicht auszuschließen, “dass der Zugang zu kinderpornographischen Inhalten trotz der Sperrmaßnahmen der Anbieter nicht vollständig verhindert werden kann”

Und gibt den Providern auch gleich noch die Freikarte doch selbst tiefere Kontrollmechanismen als DNS-Sperren einzubauen:

Den Diensteanbietern bleibe es jedoch “unbenommen, sich für eine andere Sperrtechnik mit größerer Eingriffstiefe zu entscheiden”.

Und wem das noch nicht reicht:

Staatlichen Einrichtungen wie Behörden, Bibliotheken, Universitäten oder Schulen sind natürlich von den Netzsperren ausgeschlossen. Da gibts nämliche keine pädophilen.

Mein Tip:

  • Nächste Woche: Kommt der Vorschlag der Musikindustrie das ganze doch auch gegen Bittorrentseiten etc. pp. auszuweiten.
  • Übernächste Woche: Schlägt ein Lokalpolitiker vor das ganze doch auch für rechts- und linksextreme Seiten zu benutzen
  • In 3 Wochen: …

Leyen will keine Internet-Zensur

Donnerstag, 26. März 2009 by Gismo

… sondern Webfilter!

Als wenn sich die Sache an sich ändert nur weil man sie anders nennt…

Webfilter sind Internetzensurlisten welche wiederum Zensur sind. Auch das ganze über eine “freiwillige Vereinbarung” der Provider mit der Regierung laufen zu lassen hebt nach wie vor nicht das Grundgesetz auf.

Der einzige Vertrag von dem ich weis das er es darf ist der Wehrdienst/Wehrersatzdienst wo man sowas unterschreiben muss. (teilweiser Verzicht auf die Bürgerrechte – ich hab mich immer schon gefragt was passiert wenn man das nicht unterschreibt)

Hausdurchsuchung bei Wikileaks.de Betreiber

Mittwoch, 25. März 2009 by Gismo

Beim Inhaber der deutschen Wikileaks Domain gab es anscheinend eine Hausdurchsuchung wegen Verbreitung von Kinderpornografie weil auf der Seite eine, der im Netz erhältlichen, Sperrlisten veröffentlicht wurde.

Ach ja die Seiten von den Sperrlisten sind angeblich immer noch alle Online! Aber bei Wikileaks eine Hausdurchsuchung machen dafür ist Zeit. Das diese Kinderpornografischen Seiten z.T. einfachst zu entfernen sind zeigt die Aktion eines Kinderschutzvereins.

Und das es nichts bringt einen Wikileaksdomainbetreiber zu besuchen wegen der dezentralen Struktur der Seite ist auch wieder an den Behörden vorbeigegangen und vor allem Aktionismus an der ganz falschen Stelle.