Artikel-Schlagworte: „Zensursula“

“Zensursulas Liste”

Dienstag, 21. April 2009 by Gismo

Erst sollte die Sperrliste Anwender auf ein “Stoppschild” weiterleiten ohne das etwas geloggt wird.

Sozusagen ein virtueller Schuss vor den Bug um den verwirrten, zufällig, ausversehen konsumierenden KiPo Betrachter klarzumachen das es Grundlegen falsch ist was er macht. (wer Ironie findet darf sie behalten)

Kaum unterschreiben 5 Provider (ohne rechtliche Grundlage) das sie die Sperrtechniken freiwillig einführen, wird der kommende Gesetzesentwurf, der das ganze legalisieren soll, noch schnell geändert.

Jetzt soll doch gespeichert werden, sogar auch die IP wenn man will und auf Anfrage an die Behörden ist das dann auch rauszugeben. Auch wird die Liste nicht mehr nur auf KiPo Seiten beschränkt.

War doch klar oder ?

Der Hammer ist aber daß das Kabinet sogar zugibt die ganze Sperrliste nicht zu machen damit sie funktioniert:

“.. die Vorschrift auf eine Handlungspflicht ausgerichtet ist, nicht auf einen Erfolg ..”

Es sei schließlich nach dem gegenwärtigen Stand der Technik nicht auszuschließen, “dass der Zugang zu kinderpornographischen Inhalten trotz der Sperrmaßnahmen der Anbieter nicht vollständig verhindert werden kann”

Und gibt den Providern auch gleich noch die Freikarte doch selbst tiefere Kontrollmechanismen als DNS-Sperren einzubauen:

Den Diensteanbietern bleibe es jedoch “unbenommen, sich für eine andere Sperrtechnik mit größerer Eingriffstiefe zu entscheiden”.

Und wem das noch nicht reicht:

Staatlichen Einrichtungen wie Behörden, Bibliotheken, Universitäten oder Schulen sind natürlich von den Netzsperren ausgeschlossen. Da gibts nämliche keine pädophilen.

Mein Tip:

  • Nächste Woche: Kommt der Vorschlag der Musikindustrie das ganze doch auch gegen Bittorrentseiten etc. pp. auszuweiten.
  • Übernächste Woche: Schlägt ein Lokalpolitiker vor das ganze doch auch für rechts- und linksextreme Seiten zu benutzen
  • In 3 Wochen: …

Deutschland hat seine Netzzensur

Freitag, 17. April 2009 by Gismo

Nun ist es soweit.

Zensursula hat ihr gefährliches Halbwissen umgesetzt und Heute 5 große Provider dazu gebracht freiwillig(!!) ohne jegliche rechtliche Grundlage eine Zensurinfrastruktur für das Internet aufzubauen. Trotz Protestaufrufen und Kritik von so ungefähr jeder Seite wurden die Gespräche heute zum Abschluss gebracht.

Unsere Regierung will also eine Gesellschaft von Menschen die wegschauen anstatt Straftaten zu bekämpfen. Denn mehr ist die Sperrliste nicht. Die Seiten existieren weiter und die Sperren sind mit einfachsten Mitteln zu umgehen. Viele der Seiten liegen in der EU werden aber durch die Filter nur “ausgeblendet” und nicht abgeschaltet.

Aus den Augen aus dem Sinn.

Wie Einfach ein Entfernen von solchen EU KiPo Seiten ist hat ja vor kurzem ein Kinderschutzverein bewiesen. Aber das will Zensursula anscheinend gar nicht.

Die Sperren die eingerichtet werden sind Kinderleicht für jeden zu umgehen, sollte wie vom BKA und der Musikindustrie geplant, die Listen über KiPo hinaus ausgeweitet werden. Passend dazu hat der FoeBuD einen freien DNS Server ohne Sperren eingerichtet.

Mittlerweile hat sich auch ein Mißbrauchsopfer zu der ganzen Thematik der Sperren und die persönlichen Folgen die durch so eine halbherzige und unsinnige Umsetzung entstehen in einem Interview der Zeit gemeldet.